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Unbelehrt – Mutatio / VÖ: 02.02.2024 via Boersma Records

todayJanuar 21, 2024 54

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Bandbesetzung:

  • Bass – Manu
  • Schlagzeug – Thomas
  • Gitarre und Gesang – Michel

Tracklist:

  1. Mutatio
  2. Wir schlagen wieder zu
  3. Modern so geht die Welt zu Grunde
  4. Schmetterlinge
  5. Auf gehts
  6. Neustart
  7. Leckt uns am Arsch
  8. Kein Mensch
  9. Mein letzter Brief
  10. Komm lass uns fliegen
  11. Trinklied
  12. Sternenkind

 

Am 02.02.2024 bringen Unbelehrt ihr drittes Album “Mutatio” auf den Markt.

Direkt zu Beginn hört man, die 3 Jungs haben richtig Bock. So merkt man beim ersten wirklichen Song “Wir schlagen wieder zu”, wie viel Energie, Lust und Laune sich in den letzten 7 Jahren “aufgestaut” haben. Der Song geht sofort ins Ohr und kommt mit so viel Druck umher, dass man um eine Runde Pogo gar nicht drumherum kommt.

“Digital so ist die neue Welt. Alles personalisiert euren Verstand denn richtet Google ein so einfach funktionierts”  so beginnt die zweite Zeile des Songs “Modern so geht die Welt zugrunde”. Wir leben in einer Zeit, wo Menschen Angst um ihren Job haben, da sie durch eine KI ersetzt werden könnten, eine Zeit in der wir mehr auf Klicks und Likes geben, als auf unsere Mitmenschen. Und doch kommen wir ohne unsere kleinen elektrischen Helferlein nicht mehr selbstständig durchs Leben.Unbelehrt fasst dieses Problem in kräftigen Klängen zusammen. Wobei mir persönlich (Daniel) gefällt besonders der Gesang dabei, weil man einfach merkt, dass Michel fühlt, was er singt.

Hier könnt ihr euch das Video zur Single ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=_n5jwA2bR-Y

Viele werden das Problem kennen, dass man sich in seinem eigenen hier und jetzt gefangen fühlt. “Neustart” befasst sich genau mit diesem Thema, denn manchmal ist genau das die einzige Lösung, die einem bleibt. Ein kompletter Neustart. Der Song beginnt zwar relativ langsam, nimmt aber dann an Fahrt auf, was man auch auf die Situation übertragen kann. Weil ein Neubeginn auch oft sehr schwer ist, aber wenn man einen gewissen Punkt überschritten hat, fühlt es sich einfach richtig an und man fühlt sich einfach freier.

Sätze wie “wenn ich einmal sterbe, trauere nicht um mich” klingen wie eine Phrase, aber nicht bei Unbelehrt und ihrem Song “Mein allerletzter Brief”. Als wir den Titel gelesen haben, haben wir einen traurigen, langsamen und sehr ernsten Song erwartet und bekommen haben wir zwar einen sehr tiefgründigen, aber keines falls deprimierend klingenden. Durch sein Tempo und den durchaus passenden Text bekommt man das Gefühl, dass sie wirklich meinen was sie sagen, nämlich “feiert lieber und lebt euer Leben und verschwendet nicht eure Zeit, denn ich habe mein Leben gelebt”.

Das vorletzte Stück des Silberlings ist das “Trinklied”. Und Songs über Alkohol mit dem entsprechenden Tempo funktionieren einfach immer. Dieses Werk hat definitiv das Prädikat Festivaltauglich mit Mitgröhlgarantie.

Der letzte Song der Platte hat uns emotional sehr getroffen. Uns war schon beim Lesen des Titels “Sternenkind”  klar, dass dies nicht einfach wird. Mir ist es bis dato noch nicht passiert, dass ich bei einem Review buchstäblich zu Tränen gerührt war (Daniel). Aber dieser Tag war heute. Da ich in der Familie zwei Sternenkinder habe, kann ich das Gefühl des Songs, sehr gut nachempfinden. Der Gesang von Michel hat innerhalb von kürzester Zeit sämtliche Dämme brechen lassen. Jeder der diese Situation noch nicht erlebt hat, versteht es vielleicht nicht zu 100%, aber wir denken, jedem sollte klar sein, dass es nichts Schlimmeres gibt, als das eigene Kind zu Grabe zu tragen.

Fazit:

Aus unserer Sicht, hat sich das 7 Jahre lange Warten, auf das neue Album gelohnt. Denn es ist definitiv das vielschichtigste Album, was wir von den Jungs gehört haben. Und diese Vielschichtigkeit zeigt sich nicht nur in den Themen der Songs, sondern auch im Cover.

Wir bedanken uns bei Boersma Records für die Bemusterung. Des Weiteren möchten wir etwas tun, was wir sonst nicht tun und uns bei Michel, Thomas und Manu für dieses Meisterwerk bedanken. (Immerhin hat es uns auch zu Tränen gerührt.)

Uns ist klar, dass wir nicht alle Songs einzeln beschrieben haben, aber wir wollen euch auch noch ein bisschen Spannung lassen.

 

Rockige Grüße

Moony und Skulli

Written by: Skulli

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